16. Dec. 06, 17:30
by julerennt
about: panopa, interview, language, motivation, motives, stereotypes, expatriate staffing, germany
Interview #1 Vol.7 - on language
As mentioned before the official language at Volkswagen and Panopa is German. Nevertheless Panopa's website is in German, English and Polish which Dr. Hucht simply explains as a matter of good education. Panopa after all is a Polish company with Polish employees and Polish clients and communication foremost has to work for them.
At the same time, it was easy for Panopa to conduct their business in Poland since everything was communicated in German. Volkswagen simply enforces German in their factories on the managerial level. Evidently, this can be considered arrogant. And Dr. Hucht admits as well that it allowed the German staff in Poland to become quite lazy. Considering to send expatriates to Italy or Spain, for example, the need to learn the language is accepted without doubt. But calling employees to learn Polish would just be another counter-argument for a mission in Eastern Europe. To learn Polish does not attract a lot of Germans, different to learning Italian or Spanish for example. Polish has no use outside of Poland and Poland does not seem very exquisite to Germans. Italy on the contrary has a flair of culture and suits perfect for vacations.
[quotation follow-up]
("Die Mitarbeiter selber und die Kunden aus Polen, die sollen ja das verstehen, das da steht. Ich finde, das ist auch einfach eine Frage der guten Erziehung, wenn ich in einem Land tätig bin, dass ich mich zumindest bemühe, die Sprache dort zu beherrschen. Und auch als Unternehmen so auftrete, dass ich mich dann so präsentiere, dass ich diese Sprache beherrsche. Was es uns da sicherlich etwas leichter macht und auf der anderen Seite, wenn man es jetzt negativ sehen will, uns vielleicht auch faul werden lässt in der Beziehung, ist die Tatsache, dass die Projektkommunikation offiziell in Deutsch läuft. Zumindest auf der Managementebene, Geschäftsführung, Werksleitung, VW und die ein, zwei Ebenen darunter, da ist die Kommunikation auf Deutsch. Weil eben VW sagt: 'Da, wo wir ein Werk haben, wird Deutsch kommuniziert.' Das ist dann so, wenn man so will, die Arroganz, die sich jetzt das Unternehmen eben leistet. Uns kommt es entgegen, weil wenn wir dahin kommen und die Leute mit denen wir zu tun haben sprechen alle Deutsch. Und wenn es in die Werkerebene geht, dann ist zur Not ein Dolmetscher dabei. Das macht natürlich auch irgendwo faul." Dr. Hucht, 2nd 09.05 min.)
("Wenn ich normalerweise sag, ich geh irgendwohin, würde ich eigentlich damit verbinden: 'Du musst die Sprache lernen.'" Dr. Hucht, 2nd 11.29 min.)
("Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich würde jetzt beruflich mich dazu entscheiden, in ein Land zu gehen dessen Sprache ich nicht beherrsche, würde ich mich normalerweise dran machen und die Sprache lernen. Und da kommt vielleicht auch so ein Punkt hinzu, wo Polen und auch Polnisch in den Augen von Deutschen einen anderen Stellenwert hat als z.B. Italien, Spanien, England mal sowieso - ich sag mal, Englisch sprechen die Meisten, wenn sie die Ausbildung hinter sich haben, zumindest ein bißchen. Aber wo ich auch schon Diskussion im Unternehmen mitgekriegt hab, 'also, wenn ich nach Polen muss, das ist ja wenig lukrativ' a) das Land und auch die Sprache, da kann ich international nichts mit anfangen. Das sieht bei Spanisch dann schon wieder anders aus. Wenn die Möglichkeit besteht, ich sag mal, einen Job in Italien oder Spanien anzunehmen, trifft man viel eher auf leuchtende Augen als wenn's darum geht, wer geht nach Polen." Dr. Hucht, 2nd 10.05 min.)
("'Kein Thema. Italienisch? Ja, klar, gerne.' Das ist dann auch irgendwie westlich. [...] Das hat dann irgendwie noch was von Kultur. Ich kann jetzt Italienisch - toll. Aber Polnisch hat da überhaupt keinen Stellenwert. [...] Und jemanden zu ködern - 'Da lernst du eine andere Kultur kennen und lernst ne andere Sprache.' - da muss das ja nicht Polnisch sein. Wenn schon, dann was, womit ich was anfangen kann: Urlaub mal - schick." Dr. Hucht, 2nd 12.07 min.)
("Zumal Polnisch sehr sehr schwer zu lernen ist. Ich hab's nicht geschafft." Vieth, 2nd 10.58 min.)
At the same time, it was easy for Panopa to conduct their business in Poland since everything was communicated in German. Volkswagen simply enforces German in their factories on the managerial level. Evidently, this can be considered arrogant. And Dr. Hucht admits as well that it allowed the German staff in Poland to become quite lazy. Considering to send expatriates to Italy or Spain, for example, the need to learn the language is accepted without doubt. But calling employees to learn Polish would just be another counter-argument for a mission in Eastern Europe. To learn Polish does not attract a lot of Germans, different to learning Italian or Spanish for example. Polish has no use outside of Poland and Poland does not seem very exquisite to Germans. Italy on the contrary has a flair of culture and suits perfect for vacations.
[quotation follow-up]
("Die Mitarbeiter selber und die Kunden aus Polen, die sollen ja das verstehen, das da steht. Ich finde, das ist auch einfach eine Frage der guten Erziehung, wenn ich in einem Land tätig bin, dass ich mich zumindest bemühe, die Sprache dort zu beherrschen. Und auch als Unternehmen so auftrete, dass ich mich dann so präsentiere, dass ich diese Sprache beherrsche. Was es uns da sicherlich etwas leichter macht und auf der anderen Seite, wenn man es jetzt negativ sehen will, uns vielleicht auch faul werden lässt in der Beziehung, ist die Tatsache, dass die Projektkommunikation offiziell in Deutsch läuft. Zumindest auf der Managementebene, Geschäftsführung, Werksleitung, VW und die ein, zwei Ebenen darunter, da ist die Kommunikation auf Deutsch. Weil eben VW sagt: 'Da, wo wir ein Werk haben, wird Deutsch kommuniziert.' Das ist dann so, wenn man so will, die Arroganz, die sich jetzt das Unternehmen eben leistet. Uns kommt es entgegen, weil wenn wir dahin kommen und die Leute mit denen wir zu tun haben sprechen alle Deutsch. Und wenn es in die Werkerebene geht, dann ist zur Not ein Dolmetscher dabei. Das macht natürlich auch irgendwo faul." Dr. Hucht, 2nd 09.05 min.)
("Wenn ich normalerweise sag, ich geh irgendwohin, würde ich eigentlich damit verbinden: 'Du musst die Sprache lernen.'" Dr. Hucht, 2nd 11.29 min.)
("Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich würde jetzt beruflich mich dazu entscheiden, in ein Land zu gehen dessen Sprache ich nicht beherrsche, würde ich mich normalerweise dran machen und die Sprache lernen. Und da kommt vielleicht auch so ein Punkt hinzu, wo Polen und auch Polnisch in den Augen von Deutschen einen anderen Stellenwert hat als z.B. Italien, Spanien, England mal sowieso - ich sag mal, Englisch sprechen die Meisten, wenn sie die Ausbildung hinter sich haben, zumindest ein bißchen. Aber wo ich auch schon Diskussion im Unternehmen mitgekriegt hab, 'also, wenn ich nach Polen muss, das ist ja wenig lukrativ' a) das Land und auch die Sprache, da kann ich international nichts mit anfangen. Das sieht bei Spanisch dann schon wieder anders aus. Wenn die Möglichkeit besteht, ich sag mal, einen Job in Italien oder Spanien anzunehmen, trifft man viel eher auf leuchtende Augen als wenn's darum geht, wer geht nach Polen." Dr. Hucht, 2nd 10.05 min.)
("'Kein Thema. Italienisch? Ja, klar, gerne.' Das ist dann auch irgendwie westlich. [...] Das hat dann irgendwie noch was von Kultur. Ich kann jetzt Italienisch - toll. Aber Polnisch hat da überhaupt keinen Stellenwert. [...] Und jemanden zu ködern - 'Da lernst du eine andere Kultur kennen und lernst ne andere Sprache.' - da muss das ja nicht Polnisch sein. Wenn schon, dann was, womit ich was anfangen kann: Urlaub mal - schick." Dr. Hucht, 2nd 12.07 min.)
("Zumal Polnisch sehr sehr schwer zu lernen ist. Ich hab's nicht geschafft." Vieth, 2nd 10.58 min.)